FIRESTONE WINTERHAWK 4

Der nötige Grip für Testfahrten in Rallye-Manier durch Wald und Laub

Veröffentlicht am 28.10.2020 von Philip aus Kilchberg/Schweiz

Geschätzte Leserin, geschätzter Leser, heute berichte ich von meinen Erfahrungen mit den Firestone Winterhawk 4 Reifen in der zweiten Testwoche. Bedingt durch momentan stark ansteigende Corona-Zahlen hat sich die Auftragslage in meiner Wein- und Spirituosenhandlung um ca. 30 Prozent gesenkt, beruflich war ich deshalb sehr wenig unterwegs. Das Wetter ist nach wie vor prächtig und Extremsituationen schwer zu finden. Das hat mich veranlasst, komplexeres Terrain aufzusuchen, damit es auch etwas zu berichten gibt.

Unweit von meinem Wohnort gibt es eine dicht bewaldete Hügelkette, durch die eine kurvige Strasse mit zum Teil unübersichtlichen Kurven und ohne Leitplanken führt. Wer da zügig mit schlechten Reifen unterwegs ist, riskiert Kopf und Kragen, neben der Fahrspur geht’s nämlich zum Teil steil hinunter! Der Asphalt ist hier mit Laub und Dreck übersäht, zum Teil mit Feuchtigkeit durchmischt.

Mein Ziel war es, die ca. 3 Kilometer lange Strecke mehrmals in beiden Richtungen mit zunehmender Geschwindigkeit unter die Räder zu nehmen und zu schauen, was der Winterhawk 4 aus dieser Situation macht. Den Reifendruck habe ich zuvor von dem für meine Zwecke erhöhtem Standardwert 2,7 bar (weil ich oft 300-500 Kilogramm Wein und andere Kisten mitführe) auf 2,4 bar gesenkt. So ist der Firestone Winterhawk 4 alltagstauglich weich.

Im Stadtverkehr lasse ich das Auto nur mit Vorderrad-Antrieb rollen. Heute habe ich für diesen Test den Vierradantrieb im ALL-Modus aktiviert. Das bedeutet bei meinem Nissan Qashqai 2,0 Benziner, dass seine Antriebskraft je nach Anforderung verteilt wird. Die Elektronik misst dafür permanent den etwaig entstehenden Schlupf an jedem Rad. Wird Radschlupf festgestellt, überträgt eine Haldex-Kupplung bis zu 50 Prozent der Kraft zusätzlich an die Hinterachse. Auf der heute ausgewählten Teststrecke gilt das in der Schweiz übliche Tempolimit von 80 km/h auf Landstrassen. An 80 km/h ist aber bei diesen schwierigen Bedingungen nicht zu denken.

Die erste Überquerung des Hügels hin und zurück war ich mit 30-50 km/h unterwegs und das Fahrgefühl war mit den Winterhawk 4 Reifen so sicher wie die Schweizerische Nationalbank. Beim zweiten Durchgang habe ich etwas mehr aufs Gaspedal gedrückt und an einigen rutschigen Stellen gespürt, wie sich die Traktion auch auf der Hinterachse aktiviert. Beim dritten Mal hin und her habe ich mich in die Haut vom legendären Rallyefahrer Walter Röhrl versetzt und wollte wissen, wie sich das Auto im Grenzbereich anfühlt. Von Kurve zu Kurve bin ich zügig durch das waldige Gebiet auf und ab gefahren, ob auf Teer oder nassem Laub, die Winterhawk 4 Reifen haben stets den nötigen Grip gehabt, um mich sicher ans Ziel zu bringen.

Fazit: Für die Prüfung «UNTERWEGS IM HÜGELIGEN WALD UND TEILS MIT FEUCHTEM LAUB BEDECKTEN STRASSEN» gebe ich dem Firestone Winterhawk 4 einmal mehr die Bestnote: 5 von 5 Sternen.